Neues Angebot – Behandlung nach dem Kinder-Bobath-Konzept

Seit April können wir Ihnen eine neue Behandlung anbieten.

Mit abgeschlossener Fortbildung haben wir ab sofort ein neues Behandlungsangebot speziell für Kinder mit neurologischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Bewegungsstörungen, deren Ursachen im Gehirn liegen. Auch Störungen in der Bewegungskoordination und Muskelnervenerkrankungen wie zum Beispiel nach Schlaganfall, bei Multipler Sklerose oder nach Gehirnschädigungen wie Blutungen oder Schädel-Hirn-Trauma (etwa nach einem Unfall), nach Rückenmarkserkrankungen, Enzephalitis oder bei Schädigungen des Nervenapparates der Gliedmaßen, aber auch angeborene Bewegungsstörungen (Zerebralparese) lassen sich mit der Behandlung nach dem Bobath-Konzept wirkungsvoll therapieren.

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Das Bobath-Konzept wurde von dem Physiotherapeuten- und Kinderärzte-Ehepaar Berta und Karel Bobath bereits um 1943 entwickelt. Seitdem werden die angewandten Methoden und Techniken konsequent nach den neuesten neurologischen Kenntnissen weiter entwickelt.
Es beruht auf der Erkenntnis, dass sich das Gehirn durch gezieltes Training „umorganisieren“ kann. Das heißt: gesunde Gehirnregionen können dazu trainiert werden, die Aufgaben geschädigter Gehirnareale und Nerven neu zu erlernen und zu übernehmen, so dass durch ständiges Üben Bewegungsabläufe (neu) erlernt werden können.

Das Training nach dem Bobath-Konzept wird dabei individuell auf den Patienten abgestimmt und bezieht diese aktiv in die Therapie ein.

Das Ziel ist dabei eine größtmögliche Selbständigkeit, Eigenaktivität und Handlungsfähigkeit des Patienten im Alltag unter der Berücksichtigung und Analyse der motorischen Kompetenzen. Der Therapeut, Arzt und oder Pflegende analysiert hierfür die Probleme in der Handlungsausführung und der Bewegungsausführung. Dabei spielen die Kenntnisse aus der Entwicklungsneurologie, Bewegungsanalyse und anderen Bezugswissenschaften, wie Pädagogik oder Psychologie eine wichtige Rolle.

Wesentlicher Bestandteil der Arbeit nach und mit dem Bobath-Konzept ist die individuelle Umfeldgestaltung des Patienten, so dass dieser die Handlungs- und Bewegungsziele erreichen kann. Dazu zählt auch die Beratung und Erprobung von Hilfsmitteln wie Rollstühlen oder Orthesen in der Benutzung und Handhabung.

Übergeordnete Ziele

  • Die Fähigkeiten und Kompetenzen des Patienten zu erkennen und somit die größtmögliche Selbständigkeit bzw. Entwicklungsmöglichkeit zu erreichen, um die Teilhabe und Aktivität in seinem sozialen Umfeld zu fördern.
  • Die Fähigkeit zum Erlernen oder Wiedererlernen von Bewegungskompetenzen im Sinne des motorischen Lernens unter Berücksichtigung aller Ebenen auf der Körperfunktionen und Körperstrukturen ( Bsp.: die Wahrnehmungsfunktionen)
  • Vermeidung von Sekundärveränderungen, wie z.B. Gelenkversteifungen

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